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Aktuelle „Frauenpower“ bei Blue Note;

Melissa Aldana und Gabrielle Cavassa und Inspirationen von den Cover-Rückseiten

Platteninformationen: „Filin“

veröffentlicht 2026, 33 rpm, 140 g,
Zusatzinfos auf dem Beiblatt

Label: Blue Note

Genre: Jazz

Preis: ca. 30,- EUR

Musik 2; Klang 2; Vinyl 2, Preis 2-3

Platteninformationen: „Diavola“

veröffentlicht 2026, 33 rpm, 160 g,

Label: Blue Note

Genre: Jazz

Preis: ca. 33,- EUR

Musik 2; Klang 2; Vinyl 2, Preis 2-3

Der Jazz ist bis auf die große Zahl an Jazzsängerinnen eher von Männern dominiert. Blue Note hat in diesem Jahr zwei Alben mit Frauen auf dem Cover veröffentlichet. Das Album „Filin“ von Melissa Aldana am 06.03.2026 und „Diavola“ von Gabrielle Cavassa am 01.05.2026.
Die chilenischen Saxophonistin Melissa Aldana liefert ein ruhiges sogar meditatives Album mit kubansichen Einflüssen ab.
Sie wurde 1988 in Santiago de Chile geboren, ihr Großvater und ihr Vater waren Saxofonisten, Melissa spielte bereits als Jugendliche in den Jazzclubs von Santiago. Aldana studierte in Boston am Berklee College of Music und steht heute bei Blue Note unter Vertrag. Seit 2010 veröffentlicht sie zumeist klassische Jazzalben. Auf ihrem jetzigen Balladenalbum  überzeugen neben ihrem Saxophonspiel besonders die zwei Auftritte von Cècile McLorin Salvant. Auch war es Aldana wichtig einen Pianisten mit kubansichen Wurzeln an ihrer Seite zu haben und so kam Gonzalo Rubalcaba mit ins Studio, mit dem sie auf musikalischer wie menschlicher Ebene sehr gut harmonierte und der auch für die Arrangements verantwortlich war.
„"Filin" - das ist die kubanische Schreibweise von "Feeling". In der kubanischen Filin-Tradition Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Songtexte zu stärkerer poetischer Intimität verdichtet, mit großer kreativer Eleganz, sagt Pianist Gonzalo Rubalcaba. Auch Melissa Aldanas Saxofonspiel ist wie Gesang, sie hat beim Spielen immer die Texte im Kopf.“ In den langsamen Tempi findet Aldanas samtiger Ton den Raum, den er braucht für Tiefe, Konzentration und jene meditative Intensität, die ihre Musik prägt. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Weltlage ist diese Form des bewussten Innehaltens für Melissa Aldana weit mehr als eine ästhetische Entscheidung sie besitzt nahezu existenzielle Bedeutung.

Das Blue Note Debut „Diavolo“ (Teufelin) der amerikanischen Sängerin mit italienischen Wurzeln ist ein Stilemix aus Jazz mit Einflüssen aus Pop, italienischer Oper wie Soul und Americna. Ihre Interpretation der Songs weisen sie als telentierte Jazzsängerin aus, die die Lieder zurückhaltend in großer Intimität vorträgt. Neben den zwei Eigenkompositionen wählt sie geschickt passende Songs die das Album perfekt abrunden.
Als quasi Neuling in der Jazzszene orientiert sie sich am Stiel von Billie Holiday wie auch Madeleine Peyroux. Im Jahr 2021 ging sie als Siegerin aus der renommierten International Sarah Vaughan Jazz Vocal Competition hervor.  Sie hatte kleine Anteile auf einem Album des Tenorsaxofonist Joshua Redman, der für ihr Blue Note - Debut als Co-Produzent aggierte.
Mit welcher Selbstverständlichkeit sie auf „Diavola“ stilistische Grenzen überschreitet, Genres ineinanderfließen lässt und dabei stets im Jazz verankert bleibt, ist ebenso beeindruckend wie vielversprechend. Man darf gespannt sein, wohin sie ihre musikalische Neugier auf den kommenden Alben noch führen wird.
Was beide Alben neben dem Label Blue Note gemein ist, ist der
Produzent Don Was. 2011 wurde er zum Chief Creative Officer des Jazzlabels Blue Note Records bestellt. (Wikipedia)
In der Funktion ist er für die kreative Gesamtstrategie des Labels verantwortlich und hat wohl mit der Wahl seiner „Powerfrauen“ voll ins Schwarze getroffen.

Und als ich realisiert hatte, das Don Was für beide Alben –  in ihrer ruhigen entspannten Art sich sehr ähnlich – verantwortlich war, machte es klick und ich wollte sofort noch andere Musik von Don Was hören. Groß war die Vorfreude als ich das in 2025 eröffentliche Album Don Was and the Pan-Detroit Ensamble „Groove in the Face of Adversity“ aus dem Regal zog um es rotieren zu lassen. Genau das sind meine Freunden beim Musikhören -Inspiration von Musik zu Musik – großartig!
Don Was – Chef von Blue Note Records, Bassist und früherer Kopf von Was (Not Was) – steht hier nach langer Zeit wieder selbst im Mittelpunkt am Bass und zelebriert eine mitreißende Liebeserklärung an Detroit. Das Album lebt von geschmackvollen Neuinterpretationen und Covern, die die Band mit einer enormen Spielfreude auflädt.
Danach schnell vom Musikkeller ins Wohnzimmer gestürm und nach den Alben meiner Studentenzeit gesucht und gefunden. Was (not Was) „What Up, Dog?“ von 1988 und „are you okay?“ von 1990. Zwei herrausragende Crossover-Alben ihrer Zeit sorgen für großer Hörspaß!

Platteninformationen: „Groove in the Face of Adversity“

veröffentlicht 2025, 33 rpm, 180 g, bedruckte Innenhülle

Label: 927 Records & Tabes

Genre: Jazz, Funk, Soul

Preis: ca. 32,- EUR

Musik 2; Klang 2; Vinyl 2, Preis 2-3

Platteninformationen: „What up, Dog? – “are you okay?”

veröffentlicht 1988 und 1990, 33 rpm, 100 g,

Genre: Crossover

Preis: ca. 5,- EUR – Discogs in NM

Musik 2; Klang 3; Vinyl 2, Preis 1

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